Anfangen – 1. Selbst-Vorstellung

19 03 2008

Im vorangehenden Beitrag ging es um die Stärkung des eigenen Selbstwertgefühls als Basis für das Ende der Nikotinabhängigkeit. Warum ist das so wichtig?

Sie haben den Entschluss gefasst, mit dem Rauchen aufzuhören. Nun werden in Ihnen zahlreiche Gedanken und Fragen auftauchen. Möglicherweise auch ein Wirbel an Gedanken und Fragen. Und Zweifeln. Bilder von Raucherlungen und amputierten Beinen werden sich abwechseln mit unbändiger persönlicher Energie werden sich sich abwechseln mit dem Wunsch sofort zu rauchen, mit Zweifeln, ob Sie es schaffen können mit Enthusiasmus darüber, dass Sie diesen Schritt wagen …

Und wo anfangen und was soll wie werden?

  • Seine Ziele kann man gut erreichen, wenn man eine stabile und positive Basis hat, von der man sich auf den Weg macht.

Im Folgenden stelle ich Ihnen einige Aspekte vor, mit denen Sie sich eine Basis für Ihr Vorhaben schaffen können.

1. Selbst-Vorstellung

Für ein Vorhaben, dessen Weg und Ausgang ungewiss ist, benötigt man einen gute Portion Selbstbewußtsein. Mit Selbstbewußtsein verbinden wir gedanklich die positive Einstellung eines Menschen zu sich selbst. „Sie ist so selbstbewußt, dass sie keine Probleme damit hat, mit fremden Menschen ein Gespräch zu beginnen“, sagen wir zum Beispiel. Oder „Er hat ein so großes Selbstbewußtsein, dass er einfach tut, was er für richtig hält, auch wenn er damit Kritik riskiert. Aber er hat Erfolg damit“.

Selbst-Vorstellung

Mit Selbstbewußtsein wird Selbstsicherheit assoziiert und Selbstvertrauen, das Vertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten. Mit diesen Eigenschaften ausgestattet, traut man sich zu Lösungen für Aufgaben zu finden, tägliche Routinen souverän zu erledigen und unerwartete Situationen zu meistern.

  • Gönnen Sie sich diese Eigenschaften. Stellen Sie sich selbst vor, wie einen verlässlichen Freund und Begleiter in allen Lebenslagen:

MindMap: Selbst-Vorstellung

Hier geht es um denjenigen, der uns am Nächsten steht. Hier dürfen Sie sich – ohne schlechtes Gewissen! – in aller Ruhe und Ausführlichkeit mit sich selbst beschäftigen.Wenn man sich ein so großes, wichtiges, entscheidendes Ziel gesetzt hat, wie das Rauchen aufzuhören, benötigt man eine stabile Basis, von der man losgehen kann;  auf die man sich zurückziehen kann, sei es, um Orientierung und Klarheit zu finden, um Kraft zu schöpfen oder um sich ins Gleichgewicht zu bringen.

Sie selbst haben den Entschluss gefasst, sich selbst etwas Gutes zu tun. Sie wollen mit dem Rauchen aufhören! Der Erfolg Ihres Vorhabens hängt zu keinem geringen Teil davon ab, wie Sie mit sich selbst umgehen.

  • Beginnen Sie damit, dass Sie sich selbst kurz vorstellen. Stellen Sie sich so vor, dass Sie bei sich einen positiven Eindruck hinterlassen – wer möchte schon ein Vorhaben mit einem miesepetrigen Pessimisten als Begleiter beginnen?! Gewinnen Sie Klarheit darüber, was Sie aus Ihren bisherigen Erfahrungen gelernt haben. Welche Einsichten haben Sie gewonnen? Wie haben Ihnen diese weitergeholfen?
  • Für Sie persönlich sind diese Informationen mit Erlebnissen, Entscheidungen, Erfahrungen verbunden und beschreiben einen Teil Ihrer Biographie. Sie werden feststellen:  Sie können … Einiges! Machen Sie sich Ihre Fähigkeiten bewußt! Sie brauchen keine Angst zu haben, dass Sie sich in unangemessenem Eigenlob verlieren. Es gibt bestimmte Dinge, die Sie können. Notieren Sie sich diese bitte. Es wird Ihnen gut tun.

Sie können diese MindMap-Vorlage ausdrucken und sie direkt beschriften. Sie können Sie natürlich auch als Inspiration für die Gestaltung Ihrer eigenen MindMap heranziehen.

Tipp: Legen Sie sich etwas mehr Papier bereit, ev. auch ein Heft. Es kann sein, dass Sie einige Antworten lieber ausformulieren oder einige der Äste und Zweige dieser MindMap Sie zu Gedanken anregen, die Sie lieber im Schreiben ausdrücken. Schreiben Sie drauf los, egal, wie banal es sich für Sie anhören mag. Es ist für Sie persönlich und Sie gestalten Ihren persönlchen Freiraum mit Ihren Worten.

Falls Ihnen das Drauflosschreiben schwer fällt, schreiben Sie sich einen Brief. Hier ist eine Anregung:

„Liebe/r …,

Du stehst hier gerade am Anfang eines wichtigen Vorhabens und ich möchte Dir etwas mit auf den Weg geben, das Du vielleicht brauchen kannst.

Ich habe Vertrauen in Dich. Ich weiß, dass Du Dein Ziel erreichen wirst. Weißt Du noch, vorletzten Herbst, als wir diese lange Bergtour gemacht haben und es auf einmal furchtbar zu schneien anfing. Ich war von Deinem Durchhaltevermögen und Deiner Willensstärke unglaublich beeindruckt. Auch von Deinem Orientierungssinn, denn es war gar nicht leicht, in dem Gestöber und Nebel den richtigen Weg zu finden.

Oder als wir den Bazar organisiert haben, hattest Du immer die meisten Ideen. Du hast uns alle mit Deiner Begeisterungsfähigkeit und Deinem Einfallsreichtum mitgerissen. Die Leute erinnern sich immer noch gerne an diese Veranstaltung.


Ich weiß, Du magst diese Lobhudelei, wie Du immer sagst, nicht so gerne, aber ich weiß, dass Du Dich sehr freust, wenn Du die Anerkennung, die Dir zusteht, bekommst.

Wenn es Dir in den kommenden Tagen und Wochen einmal nicht so gut geht und Du vielleicht denkst, Du schaffst es nicht, denke bitte daran, dass ich – und nicht nur ich – voll hinter Dir stehe und Dir jederzeit Mut mache, wenn Du es brauchst.

Zum Abschluss dieses Briefs möchte ich Dir alles alles Gute wünschen: Du hast die richtige Entscheidung getroffen. Zieh’ Dein Ding durch!

Liebe und ermutigende Grüße von Deinem

ich

 P.S. Die Kraft und die Fähigkeiten die Nikotinsucht zu überwinden liegen in Dir selbst. Beruhigend ist doch, dass sich das nicht so sehr von anderen Aufgaben unterscheidet, die Du bereits gemeistert hast! :-)

 …

  • Behalten Sie die MindMap, den Brief oder ein Heft, in das Sie schreiben, wenn möglich, immer bei sich. Sie können dann Ihre Gedanken nachlesen und neue dazuschreiben. Ihr Vorhaben beginnt Form anzunehmen und zu wachsen.
  • :-)

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